Gewässerschutzbeauftragter

Bezeichnung

Betriebsbeauftragter für Gewässerschutz (Gewässerschutzbeauftragter)

Rechtsgrundlage

§ 64 Abs. 1 WHG

Funktionen

Gewässerschutzbeauftragte beraten den Gewässerbenutzer und die Betriebsangehörigen in Angelegenheiten, die für den Gewässerschutz bedeutsam sein können.

Sie sind berechtigt und verpflichtet,

  • die Einhaltung von Vorschriften, Nebenbestimmungen und Anordnungen im Interesse des Gewässerschutzes zu überwachen, insbesondere durch regelmäßige Kontrolle der Abwasseranlagen im Hinblick auf die Funktionsfähigkeit, den ordnungsgemäßen Betrieb sowie die Wartung, durch Messungen des Abwassers nach Menge und Eigenschaften, durch Aufzeichnungen der Kontroll- und Messergebnisse; sie haben dem Gewässerbenutzer festgestellte Mängel mitzuteilen und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung vorzuschlagen;
  • auf die Anwendung geeigneter Abwasserbehandlungsverfahren einschließlich der Verfahren zur ordnungsgemäßen Verwertung oder Beseitigung der bei der Abwasserbehandlung entstehenden Reststoffe hinzuwirken;

  • auf die Entwicklung und Einführung von innerbetrieblichen Verfahren zur Vermeidung oder Verminderung des Abwasseranfalls nach Art und Menge, umweltfreundlichen Produktionen hinzuwirken;
  • die Betriebsangehörigen über die in dem Betrieb verursachten Gewässerbelastungen sowie über die Einrichtungen und Maßnahmen zu ihrer Verhinderung unter Berücksichtigung der wasserrechtlichen Vorschriften aufzuklären.

Gewässerschutzbeauftragte erstatten dem Gewässerbenutzer jährlich einen schriftlichen Bericht.

Betriebliche Stellung

Der Gewässerschutzbeauftragte sollte eine reine fachkompetente beratende Stellung ohne Weisungsbefugnis innehaben und organisatorisch möglichst unmittelbar unter der Geschäftsleitung angeordnet sein.

Verantwortlichkeit

Bei einer reinen fachkompetenten beratenden Stellung haftet er strafrechtlich und ggf. zivilrechtlich allenfalls bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz (sog. "verantwortliche" Beratung).

Fortbildungsrhythmus

Zum Gewässerschutzbeauftragten darf nur bestellt werden, wer die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit besitzt. Explizite Regelungen zur Fortbildung des Gewässerschutzbeauftragten existieren nicht.

Zu empfehlen ist daher eine interne Festlegung z. B. alle 3 Jahre an Fort- und Weiterbildungsseminaren teilnehmen, Fachliteratur nutzen und Gespräche mit Fachleuten führen.

 

AGIMUS - In 3 Minuten

Lassen Sie in diesem Trailer die Leistungen und Nutzen, sowie Meilensteine der AGIMUS-Chronik an sich vorüberziehen. Film ansehen

Seminare

Wir bieten eine breite Palette an Fortbildungen und Seminaren. In unseren Räumen und bei Ihnen. Zur Seminarübersicht

Buchempfehlung

„Was jede Führungskraft über Green Economy und nachhaltige Entwicklung wissen sollte.“ von Dr. Ralf Utermöhlen. Mehr zum Buch

Revision ISO 14001:2015

AGIMUS begleitet Sie beim Umstieg auf die neue Version der Norm ISO. Zu den Details

Grünes Relief einer Landschaft